impuls - gedanken ...



... zum 2. Advent

Sonntag, 5. Dezember

von Pfrn. Anna Maria Kaufmann

 

 

 



Am 2. Adventssonntag führt uns Johannes der Täufer als Wegbereiter und Rufer in der Wüste zur Besinnung, wer Jesus für uns ist.

 

 

Der Gottesdienst wird heute gestaltet von Pfarrerin Anna Maria Kaufmann,

Orgel Walter Dolak

Lektorin Barbara Gassmann

Ministrantinnen Sophie und Johanna Zimmerli

Sakristan Jan Straub

Kirchenkaffee Lisbeth Wirthlin

Herzlichen Dank allen, die einen Dienst in diesem Gottesdienst ausüben! 

 

Eingangsspiel

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Vorbereitung                     101

 

 

Gesang zum Einzug       528,1-3

 

1.    Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit,

ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich,

der Heil und Leben mit sich bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich an Rat.

2.    Er ist gerecht, ein Helfer wert. Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,

sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit.

All unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott, mein Heiland gross von Tat.

3.    O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat.

Wohl allen Herzen insgeheim, da dieser König ziehet ein.

Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn.

Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.

 

Tagesgebet                           102

 

Rüttle uns auf, Herr, heiliger Gott, und lass uns dir mit reinem Herzen dienen, damit wir bereit sind, deinen Sohn bei seiner Ankunft zu empfangen, der mit dir und dem Heiligen Geiste lebt und wirkt, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

1. Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja (62,10–12)

 

Ebnet den Weg für den Herrn: Was der Prophet verkündete, nahm später Johannes der Täufer auf. Es ist auch ein Adventsruf an uns.

 

So spricht der Prophet zu den Bewohnern Jerusalems: Zieht durch die Tore ein und aus, / und bahnt dem Volk einen Weg! Baut, ja baut eine Strasse, / und räumt die Steine beiseite! / Stellt ein Zeichen auf für die Völker! Hört, was der Herr bis ans Ende der Erde bekannt macht: / Sagt Jerusalem, der Tochter Zion: Sieh her, jetzt kommt deine Rettung. / Siehe, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, / gehen vor ihm her. 

Dann nennt man sie «Das heilige Volk», / «Die Erlösten des Herrn». Und dich nennt man / «Die begehrte, die nicht mehr verlassene Stadt». 

 

Graduale                            Orgelmusik

 

2. Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi.(1,3-11)

 

Die Gemeinde ist auf gutem Weg: Sie setzt sich für das Evangelium ein.

 

Brüder und Schwestern

Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich an euch denke; immer, wenn ich für euch alle bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom ersten Tag an bis jetzt. Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu. Es ist nur recht, dass ich so über euch alle denke, weil ich euch ins Herz geschlossen habe. Denn ihr alle habt Anteil an der Gnade, die mir durch meine Gefangenschaft und die Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums gewährt ist. Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit der herzlichen Liebe, die Christus Jesus zu euch hat. Und ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und Verständnis wird, damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt. Dann werdet ihr rein und ohne Tadel sein für den Tag Christi, reich an der Frucht der Gerechtigkeit, die Jesus Christus gibt, zur Ehre und zum Lob Gottes.

 

Halleluja                             515.2

Halleluja, Halleluja, Halleluja

Bereitet dem Herrn den Weg! Machet eben für ihn alle Strassen!

Alle Welt wird schauen Gottes Heil.

 

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (19,1-10)

 

Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

 

Impuls                                                                                                                      Anna Maria Kaufmann

 

Wer bist du?-

wollen die Juden von Johannes wissen. Eine völlig banale, alltägliche Frage, nicht wahr? Vorstellungsrunden, Visitenkarten, Namensschilder, Adressenverzeichnisse und dieser Tage Zertifikate. Es gibt viele Mittel, um zu erfahren, mit wem wir es zu tun haben. Es ist offensichtlich, dass wir solche Informationen brauchen, um uns auf jemanden einzulassen. Wir wollen einordnen können, wohin diese Person in unserem Wertesystem und Weltbild gehört, ob sie vertrauenswürdig ist. Im Evangeliums-Text gibt Johannes vorerst nur Negativantworten. Er zählt auf, wer er nicht ist. Damit bringt er schon einmal die Erwartungshaltung der Fragenden durcheinander. Er lässt sich nicht in ein geschichtlich-theologisches Schema einfügen. Damit sollten die Fragenden sich jetzt öffnen, um das Neue zu hören, das mit Johannes angekündigt wird, und das aber doch schon seit alters, eben von Jesaja, angedeutet wurde. Nicht, wer er ist als Person, teilt er ihnen mit, sondern, was er tut, wozu er gekommen ist, seine Berufung. Den Weg ebnen für den Herrn, vorbereiten auf den, der kommt, und den sie nicht kennen. Offen bleibt in unserem Abschnitt, ob sie das Zeugnis des Johannes annehmen oder zurückweisen, ihn als Autorität anerkennen oder ablehnen.

Wer bist du? Diese Frage stellen auch wir oft im Leben, etwa wenn wir ein neugeborenes Kind anschauen, oder bei unerwarteten Begegnungen oder sogar bei einem Blick in den Spiegel. Wer bist du? Ist es nicht eine Frage, die unser ganzes Leben mit uns unterwegs ist? Wer unser Gegenüber für uns ist, hängt auch von unserer Wahrnehmung ab. Wer wir sind, wie wir uns geben, hängt davon ab, mit wem wir es zu tun haben. Es geht um Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Erkenntnis. In Zeiten, wo andere nur noch nach wenigen Kriterien beurteilt werden, ist auch die Wahrnehmung eingeschränkt. Jemand wird nur noch als Impfbefürworter oder -Gegner wahrgenommen zum Beispiel.

In der Schrift finden wir Stellen, wo diese Frage ihr ganzes Gewicht hat. In der Apostelgeschichte hören wir den überwältigten Paulus sie stellen. Wer bist du?, fragt er Jesus, der sich ihm bei Damaskus in den Weg stellt. Die Antwort führt zu seiner Bekehrung und verändert sein Leben völlig. Wer bist du? Fragt auch Isaak seinen Sohn Jakob im 1. Buch Mose, und bekommt eine Lüge zu hören, womit sich Jakob den Segen des Erstgeborenen erschleicht. Mit den Konsequenzen muss sich Jakob lange Jahre auseinandersetzen, bis er selber für sich versteht, wer er ist. In der Passionsgeschichte hören wir Pilatus diese Frage an Jesus richten. Sie drückt die Betroffenheit und Überforderung desjenigen aus, der Entscheidungsgewalt über einen Menschen hat und nicht versteht, wen er vor sich hat. Erstaunlicherweise lesen wir von Dämonen, die diese Frage gerade nicht stellen, denn sie wissen offensichtlich genau, wer Jesus ist. 

 

Was tust du? Wie bei Johannes tönt bei der Frage, wer bist du?, immer auch die Frage mit, was tust du? Das ist die Fragestellung, deren Antworten uns Aufschluss geben, wer jemand ist. Mit Klarheit antwortet Johannes: Ich rufe in der Wüste, ebne den Weg für den Herrn, taufe mit Wasser, um die Menschen auf den vorzubereiten, der kommt, der mitten unter euch steht, den ihr nicht kennt. Oder man könnte sagen, den ihr noch nicht kennt. Denn das ganze Evangelium zielt darauf ab, dass Menschen beim Hören immer mehr entdecken, wer Jesus Christus ist. Und dass sie im Erkennen, was er tut, zum Glauben kommen. Dieses Erkennen wird zugleich zum Erkennen, wer wir selber sind, für uns, vor Gott, für andere. Somit ist uns die Frage immer wieder neu gestellt: wer bist du? Welche Antworten geben wir?

 

Zwischenspiel

 

Fürbitten                                                                                                                  

 

P           Wir rufen zu Gott im gemeinsamen Gebet für diese unsere Welt, für den Frieden und für das Heil aller Menschen und Geschöpfe.                             

 

Jesus Christus,

in die Welt gesandt, damit wir durch dich leben und deinen Weg bereiten, komm bald.

 

Jesus Christus, in dir lass uns allen nahe sein, die gering geschätzt und verachtet werden, damit sie sich aufrichten können.

 

Jesus Christus, erleuchte die Augen aller, die in Finsternis leben, und führe unsere Schritte, damit wir Licht im Dunkel werden füreinander.

 

Jesus Christus, du lässt Wüsten blühen, führe uns in das Land heller Freude, lass uns Freude miteinander teilen.

 

Jesus Christus, den Armen wird die gute Nachricht verkündet und den Gefangenen Befreiung, hilf uns, gute Boten deiner frohen Botschaft zu sein.

 

Jesus Christus, du heilst gebrochene Herzen und sättigst die Hungernden,

hilf uns, Leid und Not zu sehen und in deinem Namen zu handeln.

 

Nehmen Sie sich zu Hause auch einen Moment Zeit für ihre Gebetsanliegen und das Gebet für Menschen, für die Sie beten möchten.

 

P           Herr, unser Gott, schenke deinem Volk den guten Willen und das Vollbringen und hilf ihm, sich durch Taten der Liebe vorzubereiten auf die Ankunft deines Sohnes.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

In der Kirche folgt die Eucharistiefeier. Zu Hause können Sie entweder mit dem Vater Unser, Schlussgebet, Schlusslied und Segen den Gottesdienst beschliessen, oder weiter dem Ablauf der Eucharistiefeier folgen in gedanklicher Teilnahme anhand des CGs:

 

Credo                                  107                                                                                   

Friedensgruss                   108         

Zur Gabenbereitung        Gesang

Gedächtnisse                    109.1.3

Eucharistiegebet              110 / 111

Sanctus                             110.1

Brotbrechung                    119


Agnus Dei                         117

Vater unser                        120

Kommunion                    

  

Dankgebet

Barmherziger, gütiger Gott, du hast uns in diesem Mahl das Heil zugesagt und schon jetzt Anteil daran gegeben. Lass uns das Kommen deines Sohnes in Freude erwarten und wachsen im geistlichen Verlangen, das Geheimnis seiner Geburt zu feiern.

Darum bitten wir durch ihn, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geiste lebt und wirkt, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 

 

Danklied                            531,1-3

1.        Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir,

o aller Welt Verlangen, o meiner Seele Zier?

O Jesu, Jesu, zünde mir selbst die Fackel an,

damit mein Herz ergründe, was dich erfreuen kann.

 

2.      Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin,

         und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.

         Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis

         und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiss.

 

3          Was hast du unterlassen zum Trost mir und zur Freud,

als Leib und Seele sassen in ihrem grössten Leid?

Als mir das Reich genommen, wo Fried und Freude lacht,

bist du, mein Heil, gekommen und hast mich froh gemacht.

 

Segen                                

 

P           Gehet hin in Frieden!

G           Im Namen des Herrn.

 

P           Es segne Euch der ewige, liebende Gott,

Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.

 

Ausgangsmusik

 

Mitteilungen

Lisbeth Wirthlin hat für die Gottesdienstbesucher den Kirchenkaffee vorbereitet im Kirchgemeindesaal im Anschluss an den Gottesdienst. Es braucht ein Covid-Zertifikat.

Beachten Sie den Adventskalender der Pastoralkonferenz unserer Geistlichen. Diesen finden Sie auf der Bistumswebseite https://christkatholisch.ch/ 

oder auf einen Klick bei https://tuerchen.com/christkatholisch/ 

Wir wünschen Ihnen viel adventliche Freude!

 

Nächste Gottesdienste:

Heute Abend, 17 Uhr

Offenes Adventssingen zusammen mit dem Chor der Eglise française, Leitung Brigitte Scholl, Organist Walter Dolak, mit Pfr. Olivier Schopfer und Pfrn. Anna Maria Kaufmann. Zertifikatspflicht und Maskenpflicht. 

Mittwoch, 8. Dezember, 18.30 Uhr

Abendmesse mit adventlicher Musik, Pfr. Christoph Schuler. Sandor Bajnai, Orgel. 

Donnerstag, 10. Dezember, abends

Ökumenische Feier zum Tag der Menschenrechte in der Marienkirche in Bern, Pfarrer Christoph Schuler wirkt mit, anschliessend Apéro 

Sonntag, 12. Dezember, 10 Uhr

3. Adventssonntag, Eucharistiefeier, Pfrn. Anna Maria Kaufmann 

Sonntag, 12. Dezember, 18.30 Uhr

Musikalische Vesper zu Hildegard von Bingen, Pfarrerin Anna Maria Kaufmann,

Aurore Baal, Orgel, Maria Kraznikova, Harfe, Gesang.

 

Weitere Anlässe: 

Montag. 6. Dezember, 14 Uhr

Advents-Nachmittag des Gemeindevereins, gemütliches Beisammensein zu Musik und Sonstigem. Anmeldung bei Helene Ringgenberg, 079 543 68 86, h.ringgenberg@gmx.ch

Anmeldung bis am Vortag: sekretariat@ckkgbern.ch, 031.318.06.55 

 

Pfarrteam:

Pfr. Christoph Schuler          031 318 06 56

Pfrn. Anna Maria Kaufmann 031 318 06 57

Priester Patrick Zihlmann     031 318 06 58

                                            

Für die Region Emmental-Oberaargau:   Pfrn. Anna Maria Kaufmann, 079 928 13 05

 

Informationen über unsere Kirche finden Sie beim Informationsstand im Vorraum der Oberkirche oder auf unserer Webseite:

www.christkath-bern.ch 

 

  

 

Kirchenopfer: Zum Anlass des Weltaidstages für die Aids Hilfe Bern. Besten Dank.

 

 

 

In der Agenda auf www.christkath-bern.ch finden Sie die aktualisierten Angaben zu Gottesdiensten und Anlässen laufend.

 

Am 3. Adventssonntag, 12. Dezember, feiert Pfarrerin Anna Maria Kaufmann in Bern den Gottesdienst mit der Gemeinde und bereitet den nächsten Sonntagsimpuls für Sie vor.

 

Wir wünschen eine friedvolle und segensreiche Adventszeit!