impuls - gedanken ...



... zum Weissen Sonntag

Sonntag, 11. April

 

von Pfr. em. Peter Hagmann



 

In diesem Gottesdienst zum Oktavtag von Ostern musizieren Walter Dolak, Orgel und Christel Oefele, Blockflöte.

 

Musikalisches Eingangsspiel

Schuldbekenntnis                     101

Introitus  (Sologesang)                659  

Kollekte                                     102

Gloria  (im Wechsel gesprochen)   103  

1. Lesung:  Offenbahrung 1,4-8

Jesus Christus, der Auferstandene, wird wiederkommen in Herrlichkeit. Das schreibt

Johannes den sieben Gemeinden, womit er die ganze Kirche anspricht.

Lesung aus dem Buch der Offenbarung.

4 Der Seher Johannes schreibt an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien:

Gnade sei mit euch und Friede von Ihm, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern vor seinem Thron  5 und von Jesus Christus; er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut;  6 er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. 

7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen.  8 Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.  

Graduale                 Musikalisches Zwischenspiel

2. Lesung:  1 Johannes 5,1-5

In der Liebe zu Gott und im Halten seiner Gebote leben wir den Glauben an den Auferstandenen. Dieser Glaube besiegt die Welt, die sich gegen Gott gewendet hat.

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Johannes.

Brüder und Schwestern

1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott, und wer den Vater liebt, liebt auch den, der von ihm stammt.  2 Wir erkennen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen. 

3 Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer.  4 Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.  5 Wer sonst besiegt die Welt, ausser dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Halleluja-Ruf                             644

mit dem Vers aus Johannes 20,29

Evangelium:  Johannes 20,24-29 105

In jener Zeit, als Jesus am Abend nach seiner Auferstehung von den Toten in die Mitte der Jünger trat,  24 war Thomas nicht bei ihnen. Er war einer der Zwölf, genannt Dídymus – das heisst Zwilling.  25 Da sagten nachher die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.  26 Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!  27 Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!  28 Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!  29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Nach dem Evangelium:

D  Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

     Es sind Worte ewigen Lebens.

G  Lob sei dir, Christus.

Danach wird der Halleluja-Ruf wiederholt: 
                                                  644  

 

Predigtgedanken

Thomas ist nicht dabei, als der Auferstandene am Abend des Ostersonntags den andern Jüngern erschienen ist. Als sie Thomas von diesem Erlebnis berichten, glaubt er ihnen nicht. Er will es selber sehen – mehr noch, er stellt Bedingungen: Nur wenn er die verletzten Hände und die Seitenwunde sehen und betasten kann, will er sich zum Glauben bekennen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.

Doch alleine kommt er nicht zum Ziel, sondern erst, als er im Kreis seiner Brüder ist – eine Woche nach der ersten Ostererscheinung, als es wieder Sonntag ist und sich alle als Gemeinde versammelt haben: Nun ist Thomas kein Einzelgänger mehr. Jetzt hat er Anschluss an die Gemeinde gefunden.

Da fällt er buchstäblich um, als Jesus in den Raum kommt, und verliert den Halt. Jetzt kann er die «umwerfende Erfahrung» erleben. Und er kann bekennen: «Mein Herr und mein Gott!»

Was lehrt uns Thomas? Erschrecken und «ver-zweifeln» wir nicht, Krisen und Zweifel gehören zu einem Christenleben. In solchen Situationen ist es ratsam, die Gemeinschaft mit Glaubenden zu suchen: Hier besteht am ehesten die Chance, Jesus zu begegnen.

Vielleicht müssen auch wir heute gelegentlich «Umwege des Glaubens» gehen wie Thomas.

Wie auch immer – entscheidend ist allein, dass wir dorthin gelangen, wo wir mit Thomas sprechen können: «Mein Herr und mein Gott!»

Gedanken nach Sigfried Grän OFM

Musikalisches Zwischenspiel

Fürbitten                                      106.2

P     Wir rufen zu Gott, unserm Herrn
und beten für den Frieden der Welt und das Heil aller Menschen:

L     Für die heilige Kirche:
dass sie mit ihrem Reden und Tun den auferstandenen Herrn bezeuge.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

L     Für die Getauften:
dass sie sich dem Wirken Gottes öffnen
und so die Wahrheit und das Leben erkennen.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

L     Für unsere Gemeinde:
dass unser Zusammenleben gefestigt wird durch die Erkenntnis,
dass Jesus Christus im Brechen des Brotes in unserer Mitte gegenwärtig ist.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

L     Für alle, die in der Führung ihrer Völker Verantwortung tragen,
nach Antwort auf drängenden Fragen unserer Zeit bemüht sind:
dass sie im Vertrauen auf Gottes Nähe neue Wege zu gehen suchen.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

L     Für Menschen, an deren Glauben der Zweifel nagt:
dass auch sie erfahren dürfen, wie Gott ihnen nahe ist
und daraus österliche Auferstehungsfreude spüren können.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

L     Für jene, die es in dieser Zeit der Pandemie schwer haben
   und das Gefühl nicht loswerden, eingeschlossen zu sein:
dass auch sie erfahren dürfen, wie die Auferstehung Christi
   auch heute an verschlossene Türen nicht Halt macht.
Darum bitten wir:                 G    Herr, erhöre uns.

P     Herr, unser Gott,
schenke deinem Volk die Freude über die Auferstehung deines Sohnes.
Lass es offen sein für dein machtvolles Wirken
und schenke ihm die Kraft, mutig für das Zeugnis des Glaubens einzustehen.
Durch Christus, unsern Herrn.

Amen.

Credo   (gesprochen)                     435 

G    Wir glauben, Gott, dass du es bist, / durch den wir sind und leben.
Wir glauben auch, dass Jesus Christ / für uns sich hingegeben.
Wir glauben an den Heilgen Geist, / der uns im Guten unterweist
und uns zum Heile führet.

Friedensgruss                             108

Offertorium                 Musikalisches Zwischenspiel

Gedächtnisse                              109.2

Eucharistiegebet                         110

Sanctus/Heilig                             110.1

Eucharistiegebet                         113

Brotbrechung                              116

Agnus                                          117

Vater unser                                 120

Zur Kommunion          Musikalisches Zwischenspiel

Dankgebet                                  121

Danklied                                      669   1,3,4

Mitteilungen

Segen                                          122.1 / 123.1

 

Musikalisches Ausgangsspiel